Rückblick
Warum ich hier bin
Rund vierzehn Jahre habe ich als IT-Berater ERP-Software in mittelständischen Unternehmen eingeführt. Dabei habe ich aus der Nähe gesehen, wie Firmen von einem einzigen Anbieter abhängig werden und wie teuer der Ausstieg später wird.
Zu Hause stellt sich dieselbe Frage in klein: Wem gehören die Fotos der Familie, wer entscheidet, was meine Kinder am Handy sehen, und was passiert, wenn ein Dienst seine Bedingungen ändert? Digitale Souveränität heißt für mich nicht Abschottung, sondern handlungsfähig bleiben.
Was ich erprobt habe
Für die Kinder läuft Kinderschutz mit NextDNS im Familiennetz, auf zwei Smartphones und zwei Schulcomputern. Schädliche Inhalte und Tracker werden blockiert, ohne dass ich jedes Gerät einzeln überwachen muss.
Auch diese Website ist ein Test: Sie läuft auf einem Open-Source-Stack ohne Plattform-Abo, unter eigener Domain, mit Texten aus meinem eigenen Notizsystem. Der Rahmen dafür ist das Format um-formatiert.
Ausblick
Was als Nächstes kommt
- Google-Alternativen für die Familie: Schritt für Schritt Dienste ersetzen, etwa Messenger, Video und Dateitransfer, und festhalten, was im Familienalltag hält.
- Eigener Server für Website und Newsletter, damit die Anmeldung ohne Datenübertragung in die USA auskommt.
- E-Mail unter eigener Domain, gelesen über einen Anbieter in der Schweiz.
Wie der Umstieg läuft, steht zuerst im Newsletter.
Wie ich es verstehe
Digitale Souveränität bedeutet, digitale Technologien, Infrastrukturen und Daten selbstbestimmt zu gestalten und zu betreiben. Nicht dogmatisch, sondern praktikabel. Es geht nicht um vollständige Autarkie, sondern darum, ungewollte Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden.
Die Hürden sind oft im Kopf:
- keine Zeit haben
- sich machtlos fühlen
- das alles ist zu kompliziert
- abseits der ausgetretenen Pfade ist man allein
Es ist unbequem, die Alternativen zu leben und Schritt für Schritt umzusetzen. Dafür kannst du vorangehen als jemand, der die Alternative lebt, von der andere nur sprechen.